Zikaden keschern

Wir haben das schöne Wetter genutzt und haben für unsere Versuche Schilf-Glasflügelzikaden gekeschert. Diese wurden im Anschluss in die zuvor aufgebauten Käfige ausgesetzt um später den Befall mit Schilf-Glasflügelzikaden zu gewährleisten. Im Herbst werden wir auf diese Versuche Nematoden ausbringen und die Wirksamkeit dieser biologischen Bekämpfungsstrategie untersuchen.
Einen kleinen Einblick von dem Keschern erhaltet ihr in unserem Video.

Ein Tag unterwegs mit dem NIKIZ-Team

Heute zeigen wir euch einen kurzen Ausschnitt über unsere aktuellen Arbeiten. Neben dem Monitoring von Drahtwürmern, Blattläusen und Schilf-Glasflügelzikaden stand heute die Bonitur unserer verschiedenen Versuche an.
Einen kleinen Einblick hiervon erhältst du in unserem Video „Ein Tag unterwegs mit dem NIKIZ-Team“!

Eine Frage des Zeitpunkts

In den nächsten Wochen fliegen die ersten Schilf-Glaszikaden aus dem Boden der Winterweizenschlägen aus und fliegen zu den neuen Rübenschlägen. Um den genauen Zeitpunkt des Ausfluges der Zikaden aus dem Winterweizen zu erfassen haben wir in den letzten Wochen Käfige aufgestellt und diese mit Gelbtafeln versehen. Bisher wissen wir nur sehr wenig über die Schilf-Glasflügelzikade um weitere Erkenntnis über die Zikade zu erlangen führen wir ein Monitoring durch und bonitieren die Gelbtafeln zweimal wöchentlich bis zum Ausflug. Diese Daten können in Zukunft genutzt werden um den Landwirten geeignete Handlungsstrategien zu empfehlen und ein Prognosemodell zu entwickeln.

Winterweizen als Folgekultur

Den größten Teil ihres Lebenszyklus verbringt die Schilf-Glasflügelzikaden als sogenannte Nymphe im Boden. Im Sommer legen die Adulten der Schilf-Glasflügelzikaden ihre Eier in Zuckerrübenschläge ab, wo nach wenigen Wochen die ersten Nymphen im Boden schlüpfen. Dieser stellt der Lebensraum der Nymphen für die nächsten Monate dar. Da die Rüben bereits im Herbst gerodet werden und nach der Ernte typischerweise Winterweizen als Folgekultur ausgesät wird, nehmen Winterweizenschläge einen großen Stellenwert in unserem Projekt ein. Über den Winter graben wir wöchentlich nach den Nymphen um einen besseren Überblick über das zeitliche und räumliche Auftreten der Nymphen zu erlangen. Auch bildet der Winterweizen als Folgekultur eine Möglichkeit der mechanischen und biologischen Bekämpfung diese wir innerhalb von NIKIZ noch genauer untersuchen um den Landwirten zukünftig mögliche Handlungsstrategien aufzeigen zu können.

SWR-Fernsehen zu Besuch im „NIKIZ-Freilandlabor“

Bei Bubenheim in der Pfalz erproben wir mit der Unterstützung von e-nema den Einsatz von Nematoden als natürliche Gegenspieler der Schilf-Glasflügelzikade. Das Wetterteam der SWR-Landesschau Rheinland-Pfalz ließ sich die Arbeiten im „Freilandlabor“ bei einem Drehtermin am 28. April ganz genau erklären.

Was die Zikade für Zuckerrüben so gefährlich macht, wie im NIKIZ-Projekt nach Lösungen für die Anbauer geforscht wird, und inwieweit das Wetter Schützenhilfe gegen Blattläuse leisten kann, erfahren Sie HIER im Beitrag!

Der Rüsselkäfer im Visier

In den vergangen Tagen wurden vereinzelt Schäden durch den spitzsteißigen Rübenrüssler (Tanymecus palliatus) beobachtet. Die Schäden äußern sich durch bogenförmige Fraßstellen am Rand von Keim- und Laubblättern, die meist im inneren der Rübenschlägen auftreten und zum Totalfraß von jungen Rübenblättern sowie Unkräutern führen können. Um den unauffälligen Schädling zu enttarnen lohnt es sich einen genauen Blick im Bestand vorzunehmen, da die erdfarbenen Käfer sehr scheu sind und sich bereits bei den kleinsten Erschütterungen verstecken. Bei kühler Witterung verstecken sich die Rüsselkäfer 0 bis 2 cm unter der Erde und sind kaum aufzufinden. Es empfiehlt sich den kleinen Käfern und ihrem Schadbild eine erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken und uns bei Befall zu kontaktieren. Gerne können Sie uns auch ihre Rüsselkäferfunde zusenden um den Schädling genau zu identifizieren.

Blattläuse richtig erkennen

Vergangenen Donnerstag haben wir die erste grüne Pfirsichblattlaus in einer unserer Gelbschalen entdeckt. Damit auch Sie Blattläuse auf Anhieb erkennen können, haben wir für Sie auf unserer Webseite eine Bestimmungshilfe integriert.

Den Nymphen auf der Spur

Die räumliche Verteilung der Nymphen der Schilf-Glasflügelzikaden im Boden beeinflusst maßgeblich die Bekämpfungsmöglichkeit der Nymphen mit Hilfe von Bodenbearbeitungsmaßnahmen. Um künftig mögliche Handlungsempfehlungen bezüglich eines eigneten Zeitpunkts der Bodenbearbeitung ableiten zu können muss das Auftreten der Nymphen in Relation zum Zeitpunkt, der Bodentiefe, der Witterung und Bodentemperatur noch genauer untersucht werden. Um hier einen besseren Einblick zur erhalten und künftig mögliche Strategien aufzuzeigen zu können, erfassen wir wöchentlich das räumliche Auftreten der Nymphen im Bodenbearbeitungshorizont.

Wir bieten spannende Themen und Praktika!

Im nachfolgenden Link findet ihr unsere diesjährigen Themen für Master- oder auch ambitionierte Bachelor-Arbeiten.
Wir freuen uns über euer Interesse.

Themen für Bachelor- und Masterarbeiten im NIKIZ-Projekt 2021

Blattlaus-Monitoring gestartet

Auf insgesamt 15 Schlägen in Rheinhessen, Pfalz, Südpfalz und Süd-Hessen hat Anfang März das Blattlaus-Monitoring begonnen. Mit den Ziel den Zeitpunkt des Einflugs der Batttläuse in die Rübenbestände zu erfassen wurden auf den Monitoringstandorten je zwei Gelbschalen aufgestellt und werden in den nächsten Wochen bis zum Zuflug zweimal wöchentlich auf Blattläuse bonitiert.

Drahtwurm-Monitoring nach Winterpause fortgesetzt

Um das zeitliche Auftreten der Drahtwürmer während deren Hauptaktivität (März bis einschließlich Oktober) zu erfassen, findet auf Schlägen mit Drahtwurmbesatz unser jährliches Monitoring statt. Die Überwachung der Drahtwurmpopulation im Zeitverlauf ermöglicht es ein Prognosemodell zum Auftreten der Drahtwürmer zu erstellen und kann künftig als Entscheidungshilfe für Handlungsmöglichkeiten dienen.

Blattlaus-Winterbonitur

Nach der erfolgreichen Blattlaus-Winterbonitur im letzten Jahr wurde auch im diesem Jahr eine Winterbonitur durchgeführt. In den Regionen Rheinhessen, Pfalz, Südpfalz und Süd-Hessen wurden hierfür Raps- und Senfschläge auf die Anzahl überwinternder Blattläuse bonitiert. Hierbei galt es zu überprüfen ob die Blattläuse ihre Sommerwirte verlassen oder diese in geflügelter Form an den Sommerwirten überwintern können und so bereits vom Vorjahr infiziert in die neu Zuckerrübenflächen einfliegen.

Schädling bedroht die Ernte

Im Rahmen der Sendung „Alles Wissen“ lief im Oktober ein Beitrag zu den Forschungsarbeiten im NIKIZ-Projekt. Das Video ist hier abrufbar!

Zum Video

Sat.1 zu Besuch bei NIKIZ

Exotischer Schädling bedroht Zuckerrübe

„Als Landwirt hat man es heutzutage nicht leicht. Neben der Trockenheit, die den Feldern zusetzt, gibt es immer mehr Schädlinge. Chemische Pflanzenschutz-Mittel werden mehr und mehr verboten, doch biologische Alternativen gibt es kaum. Ein Forschungs-Projekt namens „NIKIZ“ will diese Alternative finden. Doch die Zeit drängt, denn ein neu eingewanderter Schädling gilt als besonders gefährlich.“

Zuckerrübenacker als Freilandlabor für Klimawandelfolgen

– extremer Blattlausbefall sorgt für Viren-Erkrankungen

Der Klimawandel und zunehmende Verbote oder Wirkungsverluste von Pflanzenschutzmitteln stellen den Zuckerrübenanbau aktuell vor große Herausforderungen. Im Südwesten Deutschlands ist das Freilandlabor für Klimawandelfolgen der Zuckerrübenacker. Die Zuckerrübe bietet nämlich für viele Tiere einen Lebensraum. Leider sind dabei auch schädliche Insekten stark vertreten.

Schilf-Glasflügelzikadenflug flacht ab

In den letzten Wochen fallen die Zikadenfänge innerhalb der Zuckerrübenflächen deutlich geringer aus im Vergleich zu den vergangenen Wochen stattdessen finden wir in der oberen Bodenschicht Eigelege und erste Nymphenstadien der Schilf-Glasflügelzikade.