Das Projekt “NIKIZ”

NIKIZ steht für „Nachhaltiges Insekten-und Krankheitsmanagement im Zuckerrübenanbau der Zukunft“ und soll mit Unterstützung der Europäischen Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri) zur Sicherung von Anbau und Verarbeitungsstandort in Rheinland-Pfalz führen.

Dabei steht die landwirtschaftliche Praxis im Mittelpunkt: Allein 15 Bauernhöfe sind als Projekt-Partner direkt in die Erprobung der neuen Methoden eingebunden. Weitere Beteiligte sind die Justus-Liebig-Universität in Gießen, das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, die Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP), die ARGE Zuckerrübe Südwest, der Maschinenring Südpfalz, die Landwirtschaftliche Forschung der Südzucker AG sowie die Stiftung Südwestdeutscher Zuckerrübenanbau.

Assoziierte Partner sind e-nema, Solutions By Nature sowie die Vereinigung der Zuckerrübenanbauer e.V.. Weiterhin wird das Projektnetzwerk die Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim und der Technischen Hochschule Bingen verstärken. Koordiniert wird das Projekt durch den Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. in Worms.

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NIKIZ als Leuchtturmprojekt

NIKIZ nimmt die Herausforderungen im Zuckerrübenanbau an und hilft diese zu bewältigen.

Basis neue Prognosemodelle

Programme sollen künftig Landwirte vor unerwünschten Schädlingen warnen und so überflüssige Bekämpfungsmaßnahmen vermeiden

Praxis Beratungs Forschungs Netzwerk

NIKIZ eine Arbeitsplattform für neue Entwicklungen und ein Wegbereiter für Innovation in der Praxis werden.

Innovation in der landwirtschaftl. Praxis

Neue Lösungen für die Bekämpfung von Krankheiten und Schädlinge werden erforscht, erprobt und in die Praxis eingeführt.

Wie ist NIKIZ entstanden

Im Zuge des Klimawandels hat sich der Schädlingsdruck insbesondere im Südwesten drastisch erhöht. Gleichzeitig haben unsere Landwirte immer weniger Mittel zur Verfügung, um ihre Pflanzen wirkungsvoll vor Schädlingen zu schützen. Das bedeutet eine existenzielle Gefährdung von Erträgen und letztlich auch von landwirtschaftlichen Betrieben. Zumal diese zusätzlich auch durch sinkende Preise für Zucker und Wettbewerbsverzerrungen innerhalb Europas vor enormen Herausforderungen stehen. Das war die Grundlage für das Zusammenrücken der NIKIZ-Akteure. Gemeinsam wollen wir Innovationspotenziale verbinden und nutzen – für die Erhaltung eines regionalen umweltfreundlichen und gleichzeitig wirtschaftlichen Zuckerrübenanbaus.

Nach dem Auslaufen der Quotenregelung im Oktober 2017 sind die Preise für Zucker drastisch eingebrochen, und der europäische Zuckerrübenanbau ist in hohem Maße den Entwicklungen des sehr unbeständigen und von hohen Überschüssen gekennzeichneten Weltmarktes ausgesetzt. Einige Staaten in Europa haben eine Stützung ihrer Rübenanbauer mit festen Zahlungen je Hektar Anbaufläche beschlossen, um den Anbau zu stabilisieren. Damit entsteht jedoch für die Erzeuger in Deutschland, die solche Zahlungen nicht erhalten, ein zusätzlicher Wettbewerbsnachteil, dem diese nur über höhere Ertrags- und Qualitätsleistungen sowie optimierte Strukturen standhalten können.
Aktuell sorgen zudem Verbote von wichtigen Beizmitteln zum Schutz der keimenden Saat sowie der jungen Pflanze für eine seit Jahrzehnten unbekannte Gefährdung der Zuckerrübenkultur sowie einen Anstieg der flächigen Applikation von Pflanzenschutzmitteln. Dies trägt auch zu einer erheblichen Kostensteigerung sowie einer Erhöhung der Arbeitsbelastung der Betriebe bei.

Heimischer Zuckerrübenanbau – Gut für Mensch und Natur!
Je mehr es gelingt, unter diesen schwierigen Bedingungen Erträge und Qualitäten zu sichern, umso sicherer wird auch die Verarbeitung noch an den bisherigen Standorten erfolgen können. Dies trägt auch entscheidend zur wirtschaftlichen Stärkung der ländlichen Regionen bei, denn eine Zuckerfabrik sichert hier durchschnittlich 250 direkte und 2.250 indirekte Arbeitsplätze bei einer Wertschöpfung von 130 Mio. €, von der 80 % in der Region verbleiben.
Der heimische Zuckerrübenanbau leistet einen wertvollen Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft. Durch seine Präsenz innerhalb der Fruchtfolge werden Erträge gesichert, die Ackerfruchtbarkeit erhalten und die Pflanzenfruchtbarkeit gestärkt. Durch die niedrige Bestandsdichte, den langen Verbleib im Feld und die damit verbundene Begrünung bis in den Spätherbst trägt die Zuckerrübe zur Vielfältigkeit und Attraktivität der Agrarlandschaft für Mensch und Tier bei. Zahlreiche Wildtiere wie z.B. Feldhasen finden Schutz im Zuckerrübenfeld bis in den Herbst hinein; für bodenbrütende Vögel wie Feldlerche und Kiebitz bieten sich ansonsten rar gewordene Nistmöglichkeiten.
Die Erhaltung des heimischen Zuckerrübenanbaus ist daher alle Anstrengungen wert – im Sinne der Umwelt und im Sinne der Menschen im ländlichen Raum. Im NIKIZ-Projekt wollen wir dazu unseren Beitrag leisten.

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Unsere Partner

Verband

der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e. V.

ruebe.info

Stiftung

Südwestdeutscher Zuckerrübenanbau

ruebe.info

ARGE Zuckerrübe Südwest

ruebe.info

Landwirte der Partnerbetriebe

Versuchsansteller und Ratgeber für praxistaugliche Lösungen

Justus-Liebig-Universität Gießen

uni-giessen.de

DLR RNH

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück

dlr.rlp.de

ZEPP

Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz
ZEPP.info

Südzucker AG

Suedzucker.de

Kuratorium

für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau

bisz.suedzucker.de

e-nema

e-nema.de

ZIB

Zentrum für Insektenbiotechnologie und Bioressourcen

insekten-biotechnologie.de

Maschinenring Südpflaz e.V

maschinenring.de

Solutions By Nature