HILFE BEI DER BESTIMMUNG

Drahtwurm – Larve des Saatschnellkäfers

Beschreibung des Schadbilds

Die Drahtwürmer verursachen ihren Hauptschaden in den Monaten April und Mai. In diesen Monaten werden junge Rüben bereits vor dem Auflaufen am Hypokotyl geschädigt. Die Blätter der aufgelaufenen Pflanzen welken, verfärben sich gelb oder rötlich und sterben schließlich ab. Infolgedessen lassen sich die Pflanzen leicht aus dem Boden herausziehen. Der Schaden tritt meist nesterweise entlang der Saatreihe auf. Die Drahtwürmer können bis zum 6-Blattstadium die Rüben schädigen.
Schäden durch Taußendfüßler können ähnliche Schadbilder hervorrufen, dieser durchtrennt jedoch selten das Hypokotyl.

Beschreibung des Schädlings

Drahtwürmer sind die Larven verschiedener Saatschnellkäferarten. Diese legen ihre Eier im Juni/Juli dicht unter der Bodenoberfläche (max. 5 cm) ab. Nach etwa sechs Wochen schlüpfen die glänzenden, dünnen, lang gestreckten, hart gepanzerten und gelb bis hellbraun gefärbten Larven. Diese nehmen während Ihrer 3- bis 6-jährigen Entwicklung im Boden eine Größe von 1,5 mm bis 3 cm ein.

Befallsfördernde Faktoren

Besonders betroffen sind Standorte mit einer hohen Bodenfeuchtigkeit und einem hohem Humusgehalt (Mist- bzw. Stroheinarbeitung). Insbesondere nach einem Grünlandumbruch kann es zu einer Massenvermehrung kommen, die bei einem nachfolgenden Rübenanbau zu Totalschäden führen kann.

Maßnahmen zur Schadensminderung

Förderung der Jugendentwicklung (Sortenwahl, Unterfußdüngung etc.)

Kalkstickstoff besitzt eine Teilwirkung: Gefahr von Kulturschäden!