HILFE BEI DER BESTIMMUNG

Ramularia-Blattfleckenkrankheit

Beschreibung des Schadbilds

Die typischen Symptome zeichnen sich durch graue bis bräunliche Flecken (4-8 mm) auf der Blattspreite aus. Diese sind von einem hellbraunen, schmalen Rand umgeben. Die Flecken sind gegenüber den Cercospora Flecken meist größer, heller und unregelmäßiger. Die Bündel weißer Sporenträger, die aus den Spaltöffnungen austreten, sind das typische Kennzeichen des Eregers Ramularia. Bei starkem Befall fließen die Flecken ineinander, sodass die gesamte Blattspreite einreißt und vertrocknet. Die Folge ist eine erhöhte Blattneubildung. Diese verursacht starke Ertragsverluste sowie ein Absinken des Zuckergehaltes.
Die Blattflecken von Ramularia können mit den Cercospora-Blattflecken verwechselt werden. Diese sind jedoch meist kleiner, besitzen einen rot-braunen Rand und haben „schwarze Punkte“ in den Blattflecken. Jedoch können beide Pilze auf einem Blatt vorkommen. Auch werden teilweise Ramularia-Blattflecken mit Phoma-Blattflecken verwechselt.

Beschreibung der Krankheit

Der Krankheitsbeginn kann von Anfang Juli bis in den Sptember variieren. Optimale Bedingungen für den Ramularia-Befall sind eine hohe Luftfeuchtigkeit (>70 %) und Temperaturen von 16 bis 20° C. Ramularia tritt insbesondere in feuchten, kühleren Jahren und Lagen auf.
Zudem wirken sich sowohl Beregnung als auch enge Fruchtfolgen befallsfördernd aus.

Bekämpfungswürdigkeit

Der wirtschaftliche Schaden kann insbesondere bei gleichzeitigem Auftreten mit Mehltau stark erhöht sein. Tritt der Befall früh auf, kommt es zu einem verstärkten Blattneuaustrieb und wirkt in Folge stark negativ auf den Ertrag und den Zuckergehalt. Die Rübe bleibt verkleinert und entwickelt einen erhöhten Kopf.

    Maßnahmen zur Schadensminderung

    – Blattgesunde Sorten anbauen
    – Weite Fruchtfolge
    – Beim Erreichen der Bekämpfungsschwelle –> fungizide Wirkstoffe einsetzen
    – Erntereste gründlich einarbeiten